Agonist - Black Amber
Kraft und Klarheit aus den Tiefen der Wälder kommt uns bei Black Amber von Agonist entgegen. Eine fast kühle Dunkelheit empfängt uns, über der eine minzig-mentholische Note zu flirren scheint. Diese weicht alsbald einer pulsierenden Wärme, die durch Hautkontakt angefeuert und belebt wird.
Feuer - das ist das richtige Stichwort. Hier geht es direkt zur Sache, Weihrauch, Labdanum und Tabak zeigen schnell wohin die Reise geht. Es wird aufs Feinste gezündelt und geräuchert, nichts wird dabei ausgelassen. Black Amber zeichnet sich aus durch ein Füllhorn an Hölzern und Harzen, bei denen erstaunlich wenig Blüten oder Früchte eine Rolle spielen. Einzig pflaumenartige Nuancen dürfen ein klein wenig süß-herbe Fruchtigkeit beisteuern und zwischendurch als Gegenpol dienen. Nagarmotha schafft die perfekte Balance zu den dunkel-würzigen Rauchschwaden und lichtet diese ab und an. Aber nur gerade soviel, dass man zwar kurz von der Leichtigkeit emporgehoben wird, sich aber doch glücklicherweise immer wieder genüsslich in die dunkle Tiefe fallen lassen kann.
Vetiver aus Java, kubanische Tabakblüten, Weihrauch aus dem Iran, Patchouli aus Indonesien, Vanille aus Madagaskar, indisches Sandelholz. Schon der Blick auf die Ingredienzen verheißt Abenteuer und ferne Länder. So dunkel und tiefgründig wie die Zutaten, so sinnlich und verführerisch ist Black Amber auf der Haut.
© Aus Liebe zum Duft (es)