Antonio Visconti - Extrait de Cedra
Extrait de Cedra von Antonio Visconti ist ein fein austarierter Duft voll zitrischer Kopfnoten, mit fruchtigen und grünen Anklängen, welche von den Blättern der Zeder herrühren. Damit spiegelt der Duft die Licht- und Schattenspiele eines Waldes wider und gibt uns Raum, der Phantasie freien Lauf zu lassen.
Zu den Kopfnoten der Zeder gesellen sich Mandarine und Bergamotte hinzu, welche einen grünen Basilikum im Schlepptau haben. Im Herzen werden die grünen und würzigen Anklänge wieder aufgegriffen - Patchouli, Litsea Cubeba, Iris und Zedernblätter sorgen hierfür. Auch in der Basis darf das Zedernholz nicht fehlen, immerhin hat der Duft mit diesem Namen einen Ruf zu verteidigen, Eichenmoos, Thymian, Sandelholz und Adlerholz untermauern die eingeschlagene grün-holzige Richtung trefflich.
Gerade diese wunderbaren und meditativen Holznoten erfüllen die Seele mit Ruhe und vollständiger Gelassenheit.
Der Flakon
Der Flakon von Antonio Visconti wurde durch die perfekte Form der sich kreisförmig bewegenden Mondphasen inspiriert. Der konvexe Boden des Flakons harmoniert mit den konkaven Flanken und dem Deckel des Fläschchens. Der Flakon zeigt die Schnittpunkte der Mondphasen, die von Licht in ein harmonisches Zusammenspiel zwischen den konkaven (weiblichen) und konvexen (männlichen) Formen gehüllt werden.
Antonio Visconti
Antonio Martino ist Nachkomme der alten Visconti-Familie, einer aus Florenz stammenden Familie von Handschuhmachermeistern und Parfümeuren, die in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Erscheinung traten.
Er ist überzeugt: "Meiner Meinung nach ist die Erschaffung eines Parfüms wie ein Traum. Stellen Sie sich den Geruch, den Geschmack und den Ton vor, den es haben soll... dies gleicht dem Schreiben von Musik. Jede Komponente hat einen bestimmten Wert, mit dem ich eine himmlische Melodie oder einen Trauermarsch komponieren kann".
1857 eröffnete Averardo Visconti, ein Florentiner Handschuhmachermeister, sein erstes Geschäft in Fauburg Saint-Honoré in Paris, wo er die besten Lederwaren für das Zweite Kaiserreich herstellte und verkaufte. Das Haus Visconti wurde bald zur begehrtesten und gefragtesten Marke beim Adel und Klerus der damaligen Zeit. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts zog es die Familie nach Grasse und damit hin zur Parfumeurskunst. Dort, in der Parfümhauptstadt der Welt, erlernte Antonio Visconti die Kunst und das Geheimnis der Mazeration und Enfleurage, Techniken die noch heute verwendet werden, um die duftenden Öle aus den zarten Blüten von Jasmin, Rose, Tuberose und Narzissen zu gewinnen, welche wiederum für die Erschaffung der Duftsinfonien von Visconti benötigt werden.