Christian Lacroix - nicht nur in der Modewelt ein Highlight

Der 1951 geborene französische „Impresario“ der Modewelt Christian Lacroix wollte eigentlich Museumskurator werden. Nach Abschluss seines Kunststudiums in Montpellier, zieht er 1973 nach Paris, um am Institut der Kunst seine Dissertation über Kostüme des 17ten Jahrhunderts zu beginnen. Dort begegnet er auch seiner zukünftigen Frau Francoise, die ihn zu seinen Designs ermutigt. 1978 erhält er eine feste Anstellung bei Hermès als Assistent von Guy Paulin.

1980 kooperiert er mit dem Kleidermacher des kaiserlichen Hofs von Tokio und schließt sich zusammen mit Jean-Jacques Picard im darauffolgenden Jahr dem Hause Jean Patou an. Gemeinsam nehmen sie die Herausforderung der damals unpopulären „Haute Couture“ an und schaffen mit Extravaganz und barocker Überschwenglichkeit ein Markenzeichen der Achtziger. Lacroix´ Werk findet wirkliche Anerkennung, als er 1986 zum ersten Mal den „Goldenen Fingerhut“ gewinnt - eine Auszeichnung, die er zwei Jahre später nochmals erhält. 1987 ernennt ihn das Council of Fashion Designers of America zum „Einflussreichsten ausländischen Designer“.

Lacroix und Picard schließen sich noch im gleichen Jahr mit Bernhard Anault von LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton zusammen und gründen das Modehaus Christian Lacroix. Im Juli des gleichen Jahres präsentieren sie ihre erste Couture-Kollektion, der 1988 ihre erste Prêt-à-porter-Kollektion folgt. 1989 entwickelt Lacroix eine erste Linie von Accessoires und stellt 1990 sein erstes Parfum „C`est la Vie!“ vor. Zu den darauf folgenden Projekten gehören seine Freizeitkollektion „Bazaar“ im Jahre 1994, eine Kollektion aus Haushaltstextilien 1995, “Jeans de Christian Lacroix” folgte 1996 und schließlich eine Table Arts Kollektion in Zusammenarbeit mit Christofle 1997. Mit Läden in New York, Genf und Japan widmet sich Lacroix weiterhin auch - neben der Mode - der Theaterarbeit.

Quelle: Vogue.com