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Bois 1920 - Sandalo e Thé

Bois 1920 - Sandalo e Thé


Den Auftakt dieser besonderen Duftsymphonie spielt eine frische und wohlriechende Verbindung aus sonnigen und mediterranen Noten. Die Herznote enthält Jasmin und Rose. Eine Basisnote aus getrockneten Teeblättern und beruhigendem Sandelholz runden dieses außergewöhnliche Meisterwerk ab. 

Mehr von: BOIS 1920   |  Parfümeur: Enzo Galardi

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Bois 1920 - Sandalo e Thé

Duftkomposition:

Kopfnote: Tee, Kumin, Limette, Orange, Rosmarin, Lavendel

Herznote: Rose, Jasmin, Hyazinthe, Geranium, Zedernholz, Patchouli

Basisnote: Sandelholz, Tee

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gefährliche Liebschaft?
Gelegentlich macht mich ein Duft erst ratlos, dann sprachlos, schließlich willenlos.
„Sandalo e Thé“ ist absolut nichts von dem, was ich anhand der Duftpyramide erwartet hatte, kein Nomen est Omen, kein belangloses Gute-Laune-Düftchen.
Der erste Eindruck nach dem Aufsprühen erschreckt – mir schlägt ein Schwall Medizingeruch entgegen, der kein noch so kleines bißchen an ein Parfum erinnert und mich schon befürchten läßt, es mit einem tief in den Brunnen gekippten Duft zu tun zu haben.
Narretei – noch bevor ich zum Waschbecken eilen und das merkwürdige Gebräu abschrubben kann, lüftet sich der Duftschleier und es erscheinen sehr herbe, sehr fruchtige, sehr eigenwillige Noten, die mich recht deutlich an Aqua Allegorias „Pamplelune“ erinnern, sich aber noch wesentlich eckiger, widerspenstiger, spröder entfalten und mich in einen krautig-fruchtigen Mantel hüllen.
Keine Ahnung, wie ich diesen Duft einordnen soll – er erinnert mich an eine Wanderung durch die wilde spanische Macchia, an dorniges Gestrüpp, vertrocknete Kräuter, flirrende Hitze, holprige Pfade, dazwischen immer wieder ein winzig-zartes Blümelein unter knorrigen Oliven- und Obstbäumen – eine Landschaft mit sehr eigenem Charme, nur scheinbar abweisend, zum Erobern reizend und in ihrer rauhen Schönheit überaus faszinierend.
Seit zwei Tagen versuche ich diesen Duft zu begreifen, zu ergreifen und in Worte zu kleiden – und stehe so ratlos da wie am Anfang, denn wie immer ich ihn zu beschreiben versuche, so wird ihm doch keine Metapher, keine Umschreibung wirklich gerecht.
Doch je länger ich „Sandalo e Thé“ auf meiner Haut trage, desto mehr scheint der Duft sich mir anzunähern, wird er zugänglicher, zieht die Stacheln ein – warme holzige Noten treten in den Vordergrund und machen die Komposition freundlicher, vertrauter, fast schon heimeliger.
Doch bis zum letzten Hauch behält „Sandalo e Thé“ seine Eigenartigkeit – wie ein schöner, gefährlicher Fremder, der verführt und reizt, weil er so anders ist als man selbst, den man nicht versteht und von dem man genau deshalb nicht lassen kann.
Eine gefährliche Liebschaft?
 
(Winny, 25.01.12)

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