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Costume National - So Nude

Costume National - So Nude


„Für mich ist Nude (dt. nackt) die Essenz der Verführung und zugleich das wahre Ich. Grenzenlos, nackt.“ Ennio Capasa


Eine zweite Haut
Costume National kreiert mit graphischen und reduzierten Linien, die den Körper einhüllen, die Kunst der „zweiten Haut“. Kleidung, die die eigene Persönlichkeit unterstreicht. Mit dem neuen Parfum offenbart die Marke ein olfaktorisches Projekt, das ebendiese Richtung fortführt. Man selbst sein. Heute und morgen. Für immer. So Nude.


DefiNUDEition
So Nude ist die klare olfaktorische Interpretation der Costume-National-Frau. Stolz auf sich selbst und ihrer Intuition folgend. Sie versteckt weder ihre Gefühle noch ihre Absichten. Ihre beunruhigende Spontanität macht sie über die Grenzen der Mode und der Zeit hinaus zu einer Ikone.


Ennio Capasa hat den Duft gemeinsam mit Dominique Ropion entwickelt, dem Interpreten seiner Botschaft. Eine blumig würzige Kreation. So Nude Eau de parfum unterstreicht die Eigenschaften einer anspruchsvollen Frau und verkörpert ein starkes Statement sowie Geisteshaltung und Charakter.


Der Duft öffnet sich geheimnisvoll mit einer würzigen Kopfnote aus Kardamom und Kumin, umgeben von der Feinheit aus Neroli. Plötzlich erscheint ein florales Herz aus Ylang-Ylang, Damaszener Rose und Tuberose, das mit Eleganz und Sinnlichkeit verzaubert. Eine warme Basisnote aus Virginia Zedernholz, Patchouli und Sandelholz gibt dem Kernakkord eine schier unendliche Tiefe.

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Duftkomposition:

Kopfnote: Kardamom, Kumin, Neroli

Herznote: Ylang-Ylang, Damaszener Rose, Tuberose

Basisnote: Virginia-Zedernholz, Patchouli, Sandelholz

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Vertrautheit aus der Flasche
So Nude ist kein frischer Duft und bei mir halten sich - anders als bei meiner Vorrezensentin - auch die floralen Noten stark zurück. Ich rieche cremige Würze, warme Holzigkeit, sanfte Erdigkeit. So Nude ist nicht bombastisch, die Sillage hält sich sehr im Rahmen, dafür zeigt er auf meiner Haut eine exzellente Haltbarkeit. Ich ordne diesen Duft in die Kategorie "your skin, but better" ein.
So Nude atmet Vertrautheit, Geborgenheit, Wärme, Nähe. Dies ist ein Duft, der für so ziemlich alle Gelegenheiten (außer dem großen Partyauftritt) geeignet sein dürfte. Er passt genausogut zu romantischen Stunden zu zweit wie zu gemütlichen Stunden alleine, er wird in der U-Bahn und im Büro anderen Menschen nicht auf die Nerven gehen oder sie vor den Kopf stossen, aber man wird sich trotzdem immer gut beduftet fühlen.
 
(Cynnamon, 19.01.13)
das Geheimnis der Nacktheit
Januar.

Die Zeit hat ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Jungfräulich weiß ist das Blatt, rein und klar und unberührt, sorgsam hütend die Geheimnisse der vor uns liegenden Tage eines Jahres, von dem mancher überzeugt war, es werde gar nicht erst am Horizont aufscheinen.

Weiß ist auch die Welt draußen vor meinem Fenster, kühl und still, unnahbar und doch tröstlich in ihrer wenn auch nur scheinbaren Sauberkeit und Perfektion, die alles Graue und Schmutzige unter einem Mantel aus eisigem Samt verbirgt.

Sauberkeit. Unantastbarkeit. Verletzlichkeit. Und Nacktheit.

All diese Synonyme kamen mir in den Sinn, als mein sich langsam wieder klärender Blick heute morgen das Reich der Schneekönigin bewunderte, als ich mir erstmals seit Wochen wieder die Frage stellte: Welcher Duft soll es heute sein?

"So Nude" – der erste Duft im noch jungen Jahr, den ich tragen und testen wollte, der den seit Wochen anhaltenden Zustand des Unbeduftetseins beenden, mich langsam wieder heranführen sollte an diese unsichtbare Kleidung, die mir an manchen Tagen wichtiger ist als jene, die meine tatsächliche Blöße bedeckt.

Als clean wird er definiert, der jüngste Sproß aus dem Hause Costume National, als spontan und emotional, sinnlich und anschmiegsam wie eine zweite Haut.
Schön klingt das – und doch irgendwie widersprüchlich.
Gewürze bereits in der Kopfnote, opulente Blüten im Herzen und Patchouli in der Basis scheinen nicht gerade auf einen Sauberduft hinzudeuten, eher läßt mich die Lektüre der Pyramide an einen trocken-würzigen Florientalen denken, die durchaus nicht unschuldige Nacktheit unter einem schweren dunklen Mantel verborgen.

Gespannt, welches Geheimnis das unscheinbare Röhrchen in meiner Hand mir offenbaren würde, begab ich mich in den Test – und landete ohne jeden Umweg über eine wie auch immer geartete Kopfnote in den weit geöffneten Armen einer Tuberose.
Ängstlich wollte ich zurückweichen, mich fürchtend vor narkotisierender Umklammerung – doch diese Tuberose ist freundlich, hell und strahlend, sanft in ihrer Dominanz.
Sie erdrückt nicht, verschlingt nicht, sie steigt mir nicht zu Kopf – und doch ist sie die unangefochtene Königin, neben der alle anderen Komponenten verblassen, als Hauch allenfalls erahnbar sind.

"So Nude" verhält sich auf meiner Haut ausgesprochen solifloral – erst nach einer guten Handvoll Stunden zieht sich die Tuberose ein wenig zurück und vereint sich mit weichem, balsamischem Sandelholz zu einer sehr sanften, hautnahen, fast fragilen Basis.
Und hier erst erkenne ich eine fast scheue Sinnlichkeit, die verletzlich wirkt und – ja: nackt.
Doch bevor ich ihr nachspüren, bevor ich diesen feinen Schleier zu durchdringen versuchen kann, hat er sich von einem Augenblick zum anderen in Luft aufgelöst – vom Winde verweht.
 
(Winny, 15.01.13)

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