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Histoires de Parfums - 1876 - Mata Hari

Histoires de Parfums - 1876 - Mata Hari


Margaretha Geertruida Zelle, Tochter eines holländischen Vaters und einer javanischen Mutter, wird in den Niederlanden geboren. Dieser exotischen Abstammung wird sie ihren Namen als Tänzerin und Kurtisane entnehmen: Mata Hari bedeutet „Auge des Tages” auf Malay (Sprache Malaysias). Der Liebreiz arbeitet für diese berühmte Spionin, deren fesselnde Schönheit und Liebe zum Abenteuer ihr ein außergewöhnliches Schicksal bereiten wird.


Parfums, die Geschichten erzählen, gibt es viele - unserer Ansicht auch eine der wichtigsten Eigenschaften, die Parfums so haben können: Sie können Erinnerungen wecken und Bilder vor dem inneren Auge hervorrufen, Gefühle evozieren.

Gérald Ghislain, der Mann hinter Histoires de Parfums, möchte aber mehr: Er möchte selbst Geschichte schreiben, und zwar Parfumgeschichte - mit Parfums, die nicht nur Geschichten, sondern auch Geschichte erzählen. Inspiration für Ghislains Düfte sind nämlich immer Menschen, herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit, Charaktere aus längst vergangenen Epochen, die in gewisser Weise stilbildend waren - oder eben gleich ganze Zeiträume selbst, Epochen, die mit ihrem Zeitgeist die Geschichte beeinflussten.


"Jedes Parfum ist eine wunderbare Erinnerung und hinter jeder Erinnerung steckt eine wunderbare Geschichte“ so Ghislain, der Geschichtenerzähler, dessen jetzige Tätigkeit ein langgehegter Traum war: Als Lebemann und Abenteurer hatte der in Südfrankreich geborene und in Marokko Aufgewachsene bereits alle möglichen anderen Berufe ausgeübt. So war er in der Gastronomie tätig, später als Besitzer einer Bar sowie eines Restaurants und produzierte bereits eine Tangoshow, die erfolgreich um die Welt tourte - um hernach seiner Leidenschaft folgend an der berühmt-berüchtigten ISIPCA in Frankreich zu studieren und 1999 seine Firma Histoires de Parfums zu gründen.

Ghislains Bibliothek der duftenden Geschichte(n) umfasst die Zeit vom 18. Jahrhundert (mit seinem Duft 1725) bis zur Neu- beziehungsweise Jetztzeit (mit seinem Duft 1969). Den Großteil der Kollektion machen Les Personnages aus - Düfte, die bestimmten Personen gewidmet sind und sowohl deren Namen als auch eine Jahreszahl tragen. Darüber hinaus existieren, wie in jeder gut sortierten Bibliothek, die Livres Cultes, einige Kultbücher - hier exklusive ausgewählte und spezielle Dufteditionen. Und schließlich sind da noch Les Soliloques, die Selbstgespräche: Hier sah sich Ghislain als (Über)Mittler, als Transporteur der Sprache der Blumen.

Sowohl Flakons als auch Umverpackungen der Kollektion sind im Design an Bücher angelehnt und können somit auch seitlich gestellt werden, so die Illusion von Buchrücken vermittelnd.

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Histoires de Parfums - 1876 - Mata Hari

Duftkomposition:

Kopfnote: Bergamotte, Orange, Litschi

Herznote: Rose, Iris, Veilchen, Kumin, Zimt, Nelke

Basisnote: Vetiver, Guajakholz, Sandelholz

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Die Rosen und ich...
Meine erste Rosenduft-Erfahrung war Joy by Jean Patou vor annähernd einem halben Jahrhundert. Ging für mich nicht, überhaupt nicht. Alles, was ich seitdem an Rosendüfte probiert habe, war zum Scheitern verurteilt, obwohl ich mich an meinen englischen Rosen immer festrieche. 1876 Mata Hari hat mich dann endlich eines Besseren belehrt: Ich liebe und genieße diesen Duft so sehr.
 
(Nilgün, 17.11.12)
Ein traumhaftes EdP
Seit gestern habe ich einen neuen Favoriten unter den Düften - Mata Hari.

Gleich nachdem ich den Flakon geöffnet und am Verschluss geschnuppert hatte, stieg mir ein zarter pludriger und dennoch leicht fruchtiger Geruch in die Nase. Hmmm, habe gleich kräftig auf beide Handgelenke gesprüht, denn es war gleich klar, dass das eine Komposition nach meinem Geschmack sein muß - und auch hier hat sich bestätigt, was das erste Schnuppern verhieß: die angedeuteten fruchtigen Akzente von Orange und Litschi werden dominiert von Iris und Veilchen - Kumin, Zimt und Nelke kann nicht nicht herausschnuppern, aber gleichzeitig ist Vetiver zu erahnen (oder ist das die Bergamotte? - so fein kann ich das nicht unterscheiden), eine feinherbe Note jedenfalls. Im Verlauf von ca. 1 Stunde verfliegen die fruchtigen und herberen Noten und der Duft entwickelt sich immer wärmer und pudriger - ist es das Sandelholz, das sich noch hinzugesellt?

Noch Stunden später umhüllt mich dieser Duft, spürbar, aber nicht aufdringlich. Ein Duft nach meinem Geschmack, aber ich liebe eben Chypre-Parfums.
Meiner Meinung nach kann man Mata Hari stets und immer tragen, ein reicher und edler Duft, ich würde nur bei geschäftlichen Anlässen eher vorsichtig sprühen …

Habe die ersten Schnuppertests zusammen mit einer Freundin vorgenommen, die nach erstem Schnuppern am Verschluss auch mit einem genüsslichen hmmm… reagierte, aber aufgesprüht auf ihre Handgelenke kam auf einmal etwas ganz anderes zum tragen: bittere, erdige Komponenten und gleichzeitig ein süß-krautiger Duft, der sich dann nur noch in eine orientalische Schwere weiter entwickelt hat - erstaunlich, dass wieder mal die Hautchemie ihre eigenen Vorstellungen hatte.
 
(Susanne, 10.10.12)

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