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Jacques Zolty - Jacques Zolty

Jacques Zolty - Jacques Zolty


Der Traum von Jacques Zolty war es schon immer, einen Duft zu entwerfen, der die subtile Eleganz und Persönlichkeit eines Mannes widerspiegelt. Entstanden ist ein sensibler und verträumter Duft, der an abenteuerliche Reisen in weit entfernte Länder erinnert.


Betörende Kopfnoten aus Ambra treffen auf Noten von Weihrauch, Lavendel, Beifuß und Zypresse.

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Jacques Zolty - Jacques Zolty

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Edelschimmel
Von Jaques Zolty kommt ein hervorragendes Herrenparfum von seltener Art.

Der Auftakt ist etwas merkwürdig. Sehr krautig, wobei die Beifußnote dominiert. Irgendetwas Sandiges ist drin, auch was Harzig-Vanilliges scheint es zu geben. Ein ziemliches Chaos, man weiß gar nicht, wo der Duft mit einem hin will.

Doch plötzlich, auf einen Schlag, vermengt sich alles miteinander und hervor tritt eine klassische Herrenparfumnote von ganz altem Schrot und Korn - Fougère. Krautig, muffig, moosig, lavendel-ätherisch, aber auch an Anis erinnernd. Seltsam, auch bei dem neulich getesteten Fougère von Harry Lehmann gab es dieses Phänomen eines vollkommen chaotischen Durcheinanders im Kopf, bevor dann mit Macht der sehr homogene Fougère Akkord auftrat.

Bei aller Sympathie für die sehr reelle Preisgestaltung bei Harry Lehmann - dem Fougère von Jaques Zolty ist der Vorzug zu geben. Der klassische Fougère Akkord wurde hier sehr zurückhaltend modernisiert und zeigt sich um einiges tragbarer. Er knarzt, kneift und brennt nicht ganz so stark. Man muss nicht so vorsichtig dosieren. Er ist dezenter, zurückhaltender. Das Harry Lehmann Fougère finde ich viel komplizierter zu tragen, weil eine Überdosierung dieses Akkords unweigerlich beim Träger zu Abneigung führt. Überdosierung von Fougère hat die gleiche Wirkung wie zuviel Muskat im Essen - man ekelt sich anhaltend und läuft Gefahr, fortan stets Übelkeit bei der kleinsten Prise Muskat zu empfinden.

Im Unterschied zum Harry Lehmann Fougère spüre ich hier in der Herznote viel mehr Lavendel, und der bringt den Duft zum Schweben. Trotzdem ist dieses Fougère zu kräftig, um den Lavendel deutlich spürbar hervortreten zu lassen. Ein dezidierter Lavendelduft ist es somit nicht.

Diese Fougère-Variante erinnert mich stark an schimmelige, feuchte Wände in einem alten Gemäuer. So etwas ist eigentlich ungesund, aber trotzdem haben Schimmelnoten doch auch etwas, das ein perverses Interesse auslösen kann. Es riecht seltsam, und gerade daher muss man immer wieder dran schnüffeln. Das ist die Faszination, aufgrund derer wir Käse mit Edelschimmel essen, Dessertwein aus edelfaulen Trauben genießen, Kefirpilze vermehren oder einen Hermann ansetzen.

Die Haltbarkeit ist zwar nur mittelmäßig, aber das geht bei diesem ausgeprägten Duft in Ordnung.

Ich finde das Parfum zwar einerseits gewöhnungsbedürftig, aber ab einem bestimmten Punkt dürfte es suchterzeugend sein. Test auf eigene Gefahr!
 
(Midnight Moon, 18.04.11)
Similar to Annick Goutal's Sables, with an oakmoss drydown
 
(John King, 04.04.10)

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