Amthyst startet mit einer außergewöhlich puren, dirkekten, "unversüßten" Fruchtigkeit...obwohl diese Komponente oftmals als "spritzig" beschrieben wird, empfinde ich sie vielmehr als "gediegen", klar und geradezu ruhig...
Hier trifft man eban nicht auf "junges Gemüse", sondern auf eine "reife Frucht", die sich nicht hinter Zuckerwatte versteckt, sondern in großer Einfacheit präsentiert.
Diese runde, weiche Beerigkeit bleibt während des gesamten Duftverlaufs sehr präsent. Die blumigen Herztöne umrahmen das klare Violett ohne es zu verdrängen und bringen es somit noch deutlicher zum Strahlen...
Die warme, matt-leuchtende Basis erinnert an junges, feuchtes, sonnenbeschienenes Holz und ist von Beginn an wahrnehmbar, wird aber zunehmend tragender und geht eine sehr stimmige Verbindung mit der dunklen Fruchtigkeit ein...
Bei all dem ist der Verzicht auf liebliche Süße und allzu harmonische Abrundung bemerkenswert.
Insgesamt wirkt der Duft ebenso "gegenwärtig" wie nostalgisch auf mich - der Begriff "zeitlos" bietet sich an, scheint aber der inneren Widersprüchlichkeit dieses einfachen und doch keineswegs einfältigen Duftes nicht gerecht zu werden...
(Smella (parfumo))
... steht im Vordergrund diesen Duftes, interessant kombiniert mit Moschus und einem Hauch Vanille. Der Duft startet sehr fruchtig, wird dann aber wärmer und weicher. Zu Beginn kann man die einzelnen Bestandteile gut heraus schnuppern, mit der Zeit wirkt die Komposition komplexer und runder. Gerade die schwarze Johannisbeere liebe ich an diesem Duft, der ein idealer Begleiter für heiße Sommertage ist.
(Eva K., 29.04.11)
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