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Sinfonia di Note - Toujours Verts

Sinfonia di Note - Toujours Verts


Immergrün – Immergrün sieht für gewöhnlich eigentlich anders aus, eigentlich... Toujours Verts präsentiert sich mitnichten als krautig-kräftiger ungehobelter Naturbursche. Nein, vielmehr erwartet einen bei diesem Duft die eine oder andere Überraschung: Anstelle eines Küchenkräuterarsenals offenbart sich einem allenfalls eine gar blaue Blume – im übertragenen Sinne.


Toujours Verts ist nämlich ein Romantiker: zivilisiert und kultiviert, ein bisschen melancholisch gestimmt. auf der Suche nach Weite und dem Selbst. Der Duft beginnt im Auftakt mit einer sehr zarten Bergamotte, gepaart mit dezent floralen Akzenten, die durch grünes Basilikum bereichert werden. Die Basis ist warm und weich durch Sandelholz, Patchouli und holzige Noten.


Toujours Verts ist grün, ja, allerdings sanft grün mit seifig-sauberen Tendenzen, die durch die Basis Tiefe sowie einen komfortabel weichen Anstrich erhalten. Alles in allem eine Art grünlicher Sauberduft mit Frische-Wäsche-Tendenz und Kuschelfaktor – und insofern eine echte Besonderheit.

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Sinfonia di Note - Toujours Verts

Duftkomposition:

Kopfnote: Bergamotte Fruchtige Noten

Herznote: Basilikum, Aromatische Noten

Basisnote: Sandelholz, Patchouli, Hölzer

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"Frühling läßt sein grünes Band...
… wieder flattern durch die Lüfte…“ Ja, ich weiß es wohl, das Band ist blau im Originaltext von Eduard Mörike – man verzeihe mir eine gewisse Freiheit in der Wiedergabe, doch hätte Mörike dereinst „Toujours Verts“ erschnuppern können, hätte sein berühmtes Frühlingsband womöglich doch eine andere Farbe bekommen…
„Toujours verts“ ist Frühling pur – noch ganz junger Frühling, jedoch kein Vorfrühling mehr. Die Schneeglöckchen und Krokusse sind bereits verblüht, Narzissen und andere Frühlingsblumen machen sich gerade bereit, um die Welt in einen ersten Farbrausch zu versetzen und die Menschen ihre grau-triste Winterkleidung in den dunklen Keller v erbannen zu lassen. Die Vögel sind aus dem Süden zurückgekehrt und bereits eifrig mit der Nachwuchsplanung beschäftigt – und mir steigt mit „Toujours verts“ ein Kribbeln in Nase und Bauch, dem sich mein Liebster schlecht entziehen kann. Frühling – hach…
Der Auftakt von „Toujours verts“ ist klar und frisch wie die sonnendurchstrahlte Märzmorgenluft – die Bergamotte ist hier intensiv und lange präsent, statt sich wie so oft schon nach kurzer Zeit mit der Kopfnote zu verabschieden. Verstärkung erhält sie durch eher herb-zitrische als fruchtige Noten, die kaum Süße aufweisen und ihre Muntermacher-Funktion lange Zeit beibehalten. Unmerklich mischen sich kräuterige, leicht würzige Noten ins Geschehen und lenken den Duft zunehmend eine grüne, sehr naturnahe und bodenständige Richtung – wie ein Spaziergang an gerade umgepflügten Äckern vorbei, derweil zur anderen Seite der Saft in den Bäumen des Waldes hochsteigt und ihr Duft sich fein einwebt ins zarte Gespinst.
Wunderschön!
Wer sich von „Toujours Verts“ an ein Cologne erinnert fühlt, wird nicht falsch liegen – über den gesamten langen Duftverlauf hinweg bleiben die hesperidischen Noten in ihrer sanften Bitterkeit wahrnehmbar und erhalten der Komposition bei zunehmender Tiefe und Wärme doch einen deutlich frischen Charakterzug. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Cologne ist die Haltbarkeit von „Toujours Verts“ jedoch bemerkenswert gut – trotz nachlassender Intensität waren Reste des Duftes noch am nächsten Morgen deutlich wahrnehmbar.
 
(Winny, 03.03.12)

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