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Tableau de Parfums - Miriam

Tableau de Parfums - Miriam


Miriam verweist auf die berauschenden und betörenden Düfte der 40er und 50er Jahre. Es besitzt eine alte Seele, aber einen modernen Charakter. So beschreibt Andy Tauer das von ihm geschaffene Parfum; „ein großes Parfum, das in der Tradition der französischen Parfumkunst konzipiert wurde, eine Art von Düften, wie sie heute nicht mehr viele gemacht werden.“


Die Inspiration
Miriam, der erste Duft in Andy Tauers Tableau de Parfums Linie, reicht zurück in die Vergangenheit. Dieser Duft wurde vom ersten Kurzfilm der Reihe „Woman's Picture“ inspiriert, in dem Ann Magnuson die Hauptrolle spielt. Sie haucht einem Charakter Leben ein, der sich in einem Wirbelsturm voller Erinnerungen befindet und einer ungewissen Zukunft entgegensieht.


Als Moderatorin eines Home-Shopping-Kanals ist Miriam gewissermaßen die beste TV-Freundin für Millionen von Frauen im ganzen Land, die regelmäßig in ihrer Sendung anrufen, um über ihr Privatleben und ihre Lebensgeschichte zu reden. Hinter den Kulissen steht Miriam mit den Männern in Konflikt, die das Studio leiten, ein bunt gemischter Haufen von Anzugträgern, die ihren gefühlsbetonten Zugang nicht verstehen. Zuhause hat sie mit einem faulenzenden Lebensgefährten zu kämpfen. Ihre Mutter ist gerade in ein Pflegeheim gekommen und starrt Miriam während ihrer täglichen Besuche ausdruckslos an, ohne sprechen zu können. Was Miriam mehr als alles andere will, kann sie nicht haben: der Name des persönlichen Parfums ihrer Mutter. Was davon noch übrig ist, ist ein Rest in einem unbeschrifteten Baccarat-Flakon auf Miriams Waschtisch. Wenn es verbraucht ist, wird es eine ganze Welt voller Erinnerungen mit sich nehmen.


Verpackung & Umfang
Miriam von Tableau de Parfums (50 ml) wird mit einer Gratis-DVD und einer Novelle geliefert, verpackt in einer nostalgisch gestalteten Kostbarkeiten-Schachtel.


"Von einer Umarmung geträumt,
die lebendige doch bittersüße Erinnerung an ihr Parfum,
ihr Haar, das golden schimmert in der Morgensonne,
so fein,
die Veilchen des Gartens in ihren Händen,
frisch gepflückt voll Tauperlen tropfend, einer dem anderen hinterher,
die grünen Mairosen auf dem Tisch in Ewigkeit.
Ein Traum längst vergangener Tage,
mit einem Lächeln auf meinen Lippen."

© Aus Liebe zum Duft (hb)

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Tableau de Parfums - Miriam

Duftkomposition:

Kopfnote: Zitrische Noten, Geranium, Veilchenblüte

Herznote: Rose, Jasmin, Ylang-Ylang, Veilchenblätter, Lavendel

Basisnote: Vanille, Iris, Sandelholz

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***
Miriam wirkt auf mich wie ein pudrig süßer Floral, ohne die Duftpyramide könnte ich mich nur schwer entscheiden, ob es ein Floral ist, der von Tonkabohne getragen wird oder ob es eben eine Vanille-Lavendel-Kombination ist, die hier verwendet wurde.

Zusammen mit dem Geranium, welches dem Duft eine gewisse grüne Note verleiht und den ganzen floralen Komponenten riecht Miriam wie ein gutes Damenparfum von früher, ein Damenparfum aus einer Zeit, in der Marylin Monroe und Audrey Hepburn die Schönheitsideale waren.
Dafür bin ich persönlich zwar definitiv zu jung, aber so stelle ich mir das vor.

Der Duft ist zudem sehr ausdauernd auf der Haut und zieht eine sehr angenehme Duftspur nach sich.

Meine Erwartungen wurden nur in der Weise nicht erfüllt, weil Andy Tauer in einem kleinen Interview sagte, dass L'Air Du Desert Marocain zwar sein meistverkaufter Duft ist, aber der beste Duft, den er bisher kreiert hätte, wäre für ihn Miriam gewesen.

(Quelle: http://bit.ly/YcYW9e )

Allerdings ist der Duft zweifellos hochwertig, auf meiner Haut sehr persistent und alleine wegen der oben genannten Zeitreise einen Test auf jeden Fall wert!
 
(Daniel, 13.02.13)
Lieber Andy Tauer,
was hast Du Dir nur dabei gedacht, mir derart den Kopf zu verdrehen?!
Ich weiß, wir sind einander noch kein einziges Mal begegnet, doch das war auch nicht nötig.
Du hast mir die Wüstenluft geschickt, das Maghrebinische Cologne – und nun Miriam.
Miriam, die mir das Herz aus der Brust stiehlt, mich nach Atem ringen läßt, um nur ja keines ihrer Moleküle zu verlieren, die meine Gedanken umnebelt und alle Anzeichen gnadenloser Besessenheit aus mir herauskitzelt.
Miriam, von deren Natur Du scheinbar so viel preisgibst in ihrer Pyramide und die doch so viel mehr ist, so viel geheimnisvoller und rätselhafter, die mich fasziniert und verstört mit ihrer fremden Vertrautheit.
Was hast Du Dir nur dabei gedacht, mich unrettbar in Deinen, in Euren Bann zu ziehen?

Als ich Miriam zum ersten Mal begegnete, in der dunklen Frühe eines Morgens, für den ich noch nicht bereit war, blickte ich in ein chypriges, sanftes Gesicht mit sehr grünen Augen, die schon viel gesehen zu haben schienen.
Ungezählte Erinnerungen sah ich auf ihrem Grund, Bilder aus lange vergangenen Zeiten, für die sie eigentlich viel zu jung war, die einem kollektiven Gedächtnis entsprungen zu sein schienen.
Miriam sagte nicht viel – sie war einfach nur da, mir noch fremd und zugleich seltsam vertraut, ging mit mir einen Weg, der nicht leicht fiel, aber beschritten werden mußte.
Ihre Nähe war tröstlich, beruhigend und aufmunternd – während wir Seite an Seite gingen, legte sie ihre stille Kühle ab und begann mir von den Blumen in ihrem Garten zu erzählen, von den Lavendelfeldern ihrer provencalischen Heimat, den kleinen Veilchen an den Ufern der Waldbäche, von ihrer Mutter und ihren Tanten und stillen Nachmittagen in der Hängematte.
Je länger ich ihr zuhörte, desto mehr verlor ich meine Angst vor dem Skalpell, das auf mich wartete.
Miriam nahm mich mit auf Reisen, die sie in ihrer Kindheit und Jugend in ferne Länder geführt hatten, in den Orient mit seiner Farbenpracht und seinen intensiven Gerüchen, seiner Wärme und seinen Geheimnissen, die sich nur jenen offenbaren, deren Herzen geöffnet sind und die warten können.
Ich vergaß die Zeit in einem Kaleidoskop von Bildern, sepiafarben und an den Rändern ein wenig eingerissen, anrührend nostalgisch und ein wenig wehmütig im Bewußtsein ihres Vergangenseins.
Manchmal schwieg Miriam, mir Zeit gebend, ihren und meinen Erinnerungen nachzuspüren, Berührungspunkte zu entdecken, Gefühle erneut zu durchleben und eine Nähe genießend, die tags zuvor noch unvorstellbar gewesen wäre.
Alles Kühle hatte sie abgelegt, sich mir zugewandt und mit einer leichten Berührung die Distanz verringert, die zwischen uns geschwebt hatte.

Tief und warm ist sie, nah bei mir und mich mit ihrer Dichte abschirmend von dem Schmerz, der mich an diesem Tag begleitet – tröstend entzündet sie Späne von Sandelholz, dessen süßtrockener Rauch sich mit dem pudrigen Bukett eleganter Blüten, mit ambroxanischem Reichtum verbindet und mich keinen Augenblick lang verliert.
Stunde um Stunde bleibt sie, schweigend wieder, gelegentlich eine kühle Hand auf meine Stirn legend, ihren eigenen Gedanken nachhängend und meine beschäftigend, sanft und doch stark in ihrer Persönlichkeit, meine Nähe suchend und zugleich ihr Geheimnis wahrend.
Und Stunde um Stunde verfalle ich ihr mehr, verliebe mich unhaltbar und unwiderruflich – und weiß nicht, ob ich Dich, Andy, verfluchen oder Dir ein Denkmal setzen soll.
Für den Augenblick verneige ich mich, dankbar für dieses Geschenk, das mich weit über das Olfaktorische hinaus bereichert.
 
(Winny, 28.11.12)
Vergangenheit oder Reinkarnation?
Der Duft kommt einem wahren Déjà-vu gleich. Ich war vom ersten Augenblick fasziniert und wußte nicht warum. Sentimental, nicht melancholisch, ein Blick in die Vergangenheit? Erinnerungen an das was ich gewesen bin, was ich sein werde? Erinnerungen daran, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich zum Zeitpunkt X nicht diesen sonderen einen anderen Weg eingeschlagen hätte? Prickelnde Puderpartikel umgeben Veilchen und Lavendel welche die Iris und Sandelholz in ihre Mitte genommen haben und im Duftverlauf immer wieder mal stärker mal schwächer wahrgenommen werden, aber immer präsent sind. Die Weißblüher verschaffen dem Ganzen eine Weichheit ohne idolischen Effekt. Für mich hat A. Tauer damit ein wunderbares Duftdenkmal geschaffen das einen sehr lange umgibt. Ich empfinde ihn wie "endlich zu Hause sein". Gnadenlos empfehlenswert!
 
(Margot, 07.10.12)

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