Comme des Garçons - DOT

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Osmanthus, Weihrauch
Hölzer

Comme des Garçons - DOT

Der „polka dot“ ist im Prinzip schon das Wahrzeichen von Comme des Garçons. Die Geschichte dieses Parfums begann mit einem Bild dieses Punktmusters. Rei Kawakubo wünschte, dass das Parfum auf dem Duft der Osmanthusblüten basieren sollte, welche die Parks und Straßenränder in ganz Japan im Herbst schmücken.

Comme des Garçons’ künstlerischer Leiter in Sachen Parfums, Christian Astuguevieille, arbeitete mit dem Parfümeur Lucas Sieuzac nach dieser Maßgabe, so kreierten sie den Duft von Osmanthus aufs Neue und erschufen eine ganze Welt um ihn herum. Das Ziel war es nicht nur, den Duft der Blüte einzufangen, sondern auch den geheimnisvollen Reiz nachzubilden, der die Luft in einem Park voller Osmanthusblüten durchdringt. Comme des Garçons’ DOT fängt die charmante Blumigkeit mit fruchtigen Tönen ein, die die Blüten mit leuchtenden grünen Noten verströmen, um die Blätter darzustellen. Helle ambrierte Hölzer spiegeln schließlich die Rinde des Baumes wider. Hinzu kam Weihrauch für einen harzigen Hauch und Pfefferöl, um den balsamischen, würzigen Aspekt des Weihrauchs zu unterstreichen.
© Aus Liebe zum Duft (hb)

Comme des Garçons
Es sind oft die unkonventionellen Lebensläufe, welche die Richtung für wahre Innovation weisen. Dies gilt insbesondere für die japanische Designerin Rei Kawakubo – la femme hinter Commes des Garçons. Nach einem Studium der Philosophie, Kunst und Literatur im heimischen Tokyo arbeitete sie zuerst als Werberin für einen Chemiekonzern. Später machte sie sich als freie Stylistin selbstständig, womit sie im traditionellen Japan der 1970er Jahre einen Tabubruch – und damit nicht ihren letzten – beging. 1973 gründete sie schließlich ihr heute legendäres Modelabel Commes des Garçons.

1981 schockierte Rei Kawakubo die Pariser Modewelt mit einer Frauenkollektion. „Postatomarer Fetzen-Look“, „Hiroshima-Chic“ und „Quasimodo-Style“ waren die drastischen Urteile der Kritiker über eine „Ästhetik der Armut“, die mit ihren dunklen Farben, Löchern, unförmigen Schnitten gegen jedes gängige Schönheitsideal aufbegehrte – und genau das sollte sie ja auch.

Die Idee des Flagship-Stores, der durch seine architektonische Konzeption zum Design der Mode beiträgt, diese nicht nur präsentiert, sondern auch ergänzt und unterstreicht, geht ebenso auf Kawakubo zurück, wie die der Guerilla-Stores. Auch mit diesen erregte sie großes Aufsehen: Die Läden öffnen nur für ein Jahr und werden, ganz gleich wie sie laufen, danach wieder geschlossen. „Zuschlagen und verschwinden“ ist dabei die Idee hinter den minimalistisch eingerichteten Geschäften. Trotz aller Rebellion gegen Konventionen kooperierte sie aber auch z. B. mit H&M, Lacoste und Levi's und entwarf für Louis Vuitton eine Taschenkollektion.

1994 erschien ihr erstes Parfum mit dem schlichten Titel „Commes des Garçons“, dem eine ganze Reihe anderer Düfte folgten: Zumeist in Serien gegliedert widmen diese sich meist einer speziellen Thematik und sind somit oft als Konzeptdüfte, als duftende Kunst zu begreifen. Dafür arbeitet Kawakubo seit je her mit den besten Nasen der Branche zusammen wie zum Beispiel mit Mark Buxton und Bertrand Duchaufour.
© Aus Liebe zum Duft (dh/hb)

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