Comme des Garçons - Gosha

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Dadier, Alexis

Comme des Garçons - Gosha

Gosha Rubchinskiy hat einen frischen und urbanen Duft lanciert, der visuell durch Goshas neuen Fotoband transportiert wird, das „Perfume Book“, – eine überwältigende sinnliche Erfahrung.

Das Konzept
Skateboarden an einem Sommertag. Reifen qualmen auf dem heißen Betongehweg. Die Gerüche von Gummi und Teer stoßen aufeinander und erschaffen den Duft von Jugend und Freiheit.

Die Verpackung
Eine leuchtend rote Schachtel und eine klassisch runde Flasche als eine Hommage an die historischen russischen Parfums. Eine Holzkappe, die vom Material der Skateboards inspiriert wurde.

Gosha Rubchinskiy
Gosha Rubchinskiy ist ein Modedesigner, Fotograf und Filmemacher. Zuerst machte er von seinen Freunden Bilder und assistierte anderen Modedesignern, dann entschloss er sich, seine eigene Marke zu gründen, um seinen idealen Post-Sowjet-Jugend-Stil zu entwickeln. Bei Gosha geht es immer um Multimedia. Er entwirft Kollektionen, fotografiert diese, sucht Models aus, produziert seine Lookbooks und saisonalen Fanzines. So kreiert er auf seine Art seine eigene Welt.

Comme des Garçons
Es sind oft die unkonventionellen Lebensläufe, welche die Richtung für wahre Innovation weisen. Dies gilt insbesondere für die japanische Designerin Rei Kawakubo – la femme hinter Commes des Garçons. Nach einem Studium der Philosophie, Kunst und Literatur im heimischen Tokyo arbeitete sie zuerst als Werberin für einen Chemiekonzern. Später machte sie sich als freie Stylistin selbstständig, womit sie im traditionellen Japan der 1970er Jahre einen Tabubruch – und damit nicht ihren letzten – beging. 1973 gründete sie schließlich ihr heute legendäres Modelabel Commes des Garçons.

1981 schockierte Rei Kawakubo die Pariser Modewelt mit einer Frauenkollektion. „Postatomarer Fetzen-Look“, „Hiroshima-Chic“ und „Quasimodo-Style“ waren die drastischen Urteile der Kritiker über eine „Ästhetik der Armut“, die mit ihren dunklen Farben, Löchern, unförmigen Schnitten gegen jedes gängige Schönheitsideal aufbegehrte – und genau das sollte sie ja auch.

Die Idee des Flagship-Stores, der durch seine architektonische Konzeption zum Design der Mode beiträgt, diese nicht nur präsentiert, sondern auch ergänzt und unterstreicht, geht ebenso auf Kawakubo zurück, wie die der Guerilla-Stores. Auch mit diesen erregte sie großes Aufsehen: Die Läden öffnen nur für ein Jahr und werden, ganz gleich wie sie laufen, danach wieder geschlossen. „Zuschlagen und verschwinden“ ist dabei die Idee hinter den minimalistisch eingerichteten Geschäften. Trotz aller Rebellion gegen Konventionen kooperierte sie aber auch z. B. mit H&M, Lacoste und Levi's und entwarf für Louis Vuitton eine Taschenkollektion.

1994 erschien ihr erstes Parfum mit dem schlichten Titel „Commes des Garçons“, dem eine ganze Reihe anderer Düfte folgten: Zumeist in Serien gegliedert widmen diese sich meist einer speziellen Thematik und sind somit oft als Konzeptdüfte, als duftende Kunst zu begreifen. Dafür arbeitet Kawakubo seit je her mit den besten Nasen der Branche zusammen wie zum Beispiel mit Mark Buxton und Bertrand Duchaufour.
© Aus Liebe zum Duft (hb)

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