Vanille

Die Gattung Vanilla gehört zu den Orchideen und umfasst ca. 110 Arten. Für Feinschmecker und feine Nasen sind aber nur wenige von ihnen von besonderem Interesse. Die Kletterpflanze stammt ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika und schon die Azteken schätzten ihren Wert und genossen sie zusammen mit Kakao. Bedeutendste Vertreterin ist die Gewürzvanille (Vanilla planifolia), wegen ihres Anbaus auf der Île Bourbon, heute Réunion, auch Bourbon-Vanille genannt. Zweitwichtigste Art ist die Tahiti-Vanille (Vanilla tahitensis), die einen milderen Geschmack und einen kräftigeren Geruch besitzt. Die Schoten, eigentlich Kapselfrüchte, werden kurz vor der Reife geerntet und einer aufwendigen Behandlung einschließlich Fermentation unterzogen. Dabei schrumpfen die Fruchtkapseln zu den bekannten, schwarz-braunen Stangen – bei diesem Prozess entsteht u. a. das charakteristische aromatische Vanillin. Sofern dieses Aroma nicht künstlich hergestellt wird, entzieht man den Kapselfrüchten ein Resinoid. Der köstliche warme, herb-würzige, stets an kalorienreiche und andere Sünden erinnernde Duft erfreut sich auch in Düften großer Beliebtheit.

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