État Libre d'Orange - Malaise of the 1970s

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État Libre d'Orange - Malaise of the 1970s

Blasen Sie die letzten Spuren der Patchouliwolke aus dem „Summer of Love“ weg! „Malaise of the 1970s“, das früher „Sex Pistols“ genannte Werk von État Libre d'Orange, bezieht sich auch auf die Rezession und Krise der 70er Jahre.

Malaise verströmt den metallischen Geruch der bleiernen Jahre: Untergrundaktivisten, Guerillakämpfer, Flugzeugentführungen und Bombenanschläge.

Malaise verströmt den metallischen Geruch der Eisernen Lady beim Abriss der britischen Gesellschaft – „So etwas wie Gesellschaft gibt es nicht!“ – nur den Pöbel und wirtschaftlichen Schutt.

Malaise verströmt den metallischen Geruch von gequälten Gitarrensaiten in Londons illegal besetzten Häusern, von Sicherheitsnadeln, die in Wangen stecken, und Rasierklingen, die sich durch die bleiche Haut in den Brustkorb schneiden.

Malaise verströmt den metallischen Geruch des Raumschiffes, das uns „anywhere out of this world“ bringen wird, wie Baudelaire einmal sagte. Den Duft „Vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxie“ mit Luke Skywalker und Prinzessin Leia, oder an Bord des musikalischen Mutterschiffs von François Truffaut in „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Den Geruch der Frachträume der Nostromo, wo ein Alien voll giftigen Bluts in die Körper der Astronauten eindringt.

Malaise verströmt den metallischen Geruch von Blut, ja, aber auch das Brennen von Pfefferspray in unserer Nase „... Ah ... ah ... ah ... nar ... CHIE!“ Eine seltsame Süße, wie das Fleisch einer überreifen Frucht, die wir in unserer Hand zerdrücken. Die Schärfe der Lederpanzerung, die wir tragen, um die Hippies zu verjagen. „No More Heroes“ schreien The Stranglers, aber Luke und Leia verleihen uns die Macht. Wir strecken unsere Hand dem gutmütigen Alien von Spielberg entgegen. Gemeinsam mit Ripley, der schlagkräftigen Androgynen, schlachten wir die Wanze, die uns von innen heraus frisst.

Die Zukunft interessiert uns nicht, ebenso wenig wie der Antiheld aus Trainspotting, der nicht weiß, dass er der Doppelgänger von Obi-Wan Kenobi ist: „Choose your Future. Choose Life… doch warum sollte ich das tun? Ich entschloss mich zu einem anderen Weg. Ich entschied mich für etwas anderes. Die Gründe dafür? Die gibt es nicht. Wer braucht schon einen Grund, wenn er eine Droge wie Heroin hat?“ So kommen wir zu unserer ersten Liebe zurück.

Wir wählen eine Heroine. Ob sie nun Leia, Ripley oder Sister Morphine genannt wird, sie ist immer noch die Weiße Dame, die uns aus der Welt befördert, die Baronin Thatcher uns vermachte. Ein Akt des Widerstands: ein Parfüm, wie ein schlecht erzogener Bengel, das in die Nase aufsteigt, sobald es aus dem Flakon strömt – sein Eindringen in den Körper kann nicht aufgehalten werden, eben so wenig wie wir einfach aufhören können zu atmen.

„Malaise oft he 1970s“ ist es, wonach die Welt heute duftet. Gar nicht so übel.
© Aus Liebe zum Duft (hb)

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