Le Galion - L'Âme Perdue

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Le Galion

Le Galion - L'Âme Perdue

Eine Ode an die Blumen, eine Verbindung von Modernität und großer klassischer Parfümerie. Ein großer blumiger Amberduft, der den Namen des ersten von Paul Vacher kreierten Parfums – L’Âme Perdue – trägt und eine neue Ära für das Haus Le Galion einläutete. Die der Kühnheit und der Eroberung!

Verrückte Vanille – unglaubliche Emotionen, gegossen in herrliche Weiblichkeit
Ylang-Ylang, der die Kraft des Jasmins und der Gewürze durch seine vielfältigen Facetten zu einer schillernden Präsenz intensiviert.

Eine grüne und fruchtige Mandarine bringt würzige Nuancen von Kardamom und Pfeffer mit sich. Eine Sammlung von Früchten und Gewürzen verbindet sich mit dem gigantischen Herz aus weißen Blüten. Eine titanische Vanille betritt die Szene und führt ihre Entourage aus Amber, Balsam und Hölzern an.

L'Âme Perdue wurde von einer der ersten Kreationen von Paul Vacher für Lanvin aus dem Jahr 1928 inspiriert. Mit dem Namen L’Âme Perdue – verlorene Seele – soll es in Erinnerung an eine verlorene Liebe komponiert worden sein. Paul Vacher schuf einen Duft, der seine sensible Seite ansprach und ihm eine Persönlichkeit verlieh wie kein anderer. Im Jahr 2018 kreierte Rodrigo Flores-Roux, inspiriert von diesem Duft, diese opulente Vanille-Chypre-Note.

Rodrigo Flores-Roux über L’Âme Perdue
„Es gibt eine faszinierende Verbindung zwischen der Abwesenheit dessen, was verloren wurde, und der Gegenwart dessen, was neu erschaffen wird. Je verheerender der Verlust ist, desto großartiger ist die Schöpfung, die daraus entsteht. Das ist es, was ich mit diesem Duft ausdrücken wollte, in dem zwei Duos aus Jasmin und Vanille durch unzählige fruchtige, würzige und ambrierte Verbindungen verbunden sind.“
© Aus Liebe zum Duft (p/hb)

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Le Galion

Die Saga von Le Galion

 

1930–1935
Im Jahre 1930 gründete Prinz Murat, ein Nachfahre von Joachim Murat, dem Schwager von Napoleon I. und König von Neapel, das Parfumhaus Le Galion. Die ersten Kreationen des Hauses hießen „Chypre“, „Indian Summer“, „Champs de Mai“, „Il n’est qu’à moi“, „Fougère“, „111“ und „222“.

1935 verkaufte Prinz Murat sein Unternehmen an Paul Vacher, der zu dieser Zeit in der Branche bereits berühmt war. Der im Jahr 1902 geborene Paul Vacher entdeckte seine Duftbegabung während seines Chemiestudiums. Mit nur 25 Jahren arbeitete er mit Marcel Guerlain zusammen und ging später zu Lanvin. Seine Aufgabe war es, ein neues Parfumgeschäft innerhalb des Modehauses Lanvin aufzubauen. 1927 kreierte er als Erstling zusammen mit André Fraysse den extrem erfolgreichen Duft „Arpège“. Nach diesem Erfolg entschied er sich, eine eigenes Dufthaus zu eröffnen.


1936–1946

Schon bald waren die Düfte von Paul Vacher der Renner. Der 1936 kreierte „Sortilège“ war sofort ein Erfolg, als er in Paris lanciert wurde. Der Duft enthielt mehr als 80 natürliche Essenzen und war einer der führenden Düfte des Parfumhauses. Er wurde nach dem Krieg auch in den Vereinigten Staaten im angesehenen Stork Club in New York veröffentlicht, war dort außergewöhnlich erfolgreich und wurde zum Signature-Duft des Klubs. 1937 erschien „Bourrasque“ und zwei wunderschöne florale Düfte, „Iris“ und „Tubéreuse“, alle aus den feinsten natürlichen Rohstoffen hergestellt. 1938 als Europa in Richtung Krieg taumelte, ermutigte der Duft „Brumes“ die Frauen dazu, ihre Schönheitsrituale nicht aufzugeben, die Haut mit ein paar Tropfen zu benetzen und trotz aller Feindseligkeiten hoffnungsvoll zu bleiben.

1946 wollten Serge Heftler-Louiche und Christian Dior einen Duft für ihr Modehaus entwickeln und wandten sich natürlich an Paul Vacher, der zu dieser Zeit bereits als einer der größten Meisterparfümeure des 20. Jahrhunderts angesehen wurde, neben Ernest Beaux, Ernest Daltroff, Jacques Guerlain und Edmond Roudnitska. Paul Vacher schuf für Christian Dior den wunderschönen Chypreduft mit dem einfachen Namen „Miss Dior“.


50er und 60er Jahre

1950 kaufte Paul Vacher ein Anwesen in Neuilly, um die Produktionsstätte und die Büros des Parfumhauses Le Galion unterzubringen. Während der folgenden 30 Jahre belieferte das Parfumhaus Le Galion Parfums Christian Dior mit vielen Rohstoffen (vor allem Jasmin, Rose und Neroli) und produzierte die konzentrierte Formel, aus der „Miss Dior“ und anderen Düfte gemischt wurden.

Neben seinen Aktivitäten mit Christian Dior Parfums kreierte Paul Vacher Düfte für sein eigenes Haus: „Special for Gentlemen“ (1947), „Frac“ (1949), „Lily of the Valley“ und „La Rose“ (beide 1950), den äußerst berühmten und angesehenen „Snob“ (1952) und „Whip“ (1953). Das war das goldene Zeitalter der französischen Parfümerie.

In den frühen 1960er Jahren wandten sich Christian Dior Parfums erneut an Paul Vacher. Sie wünschten dieses Mal einen Duft mit Präsenz und Stärke, der zugleich aber auch sehr fein blieb, so kreierte Paul Vacher „Diorling“ im Jahre 1963.

Zu dieser Zeit war das Parfumhaus Le Galion international bekannt und 1964 wurde „Sortilège“ in 97 Ländern weltweit verkauft. Während dieser Zeit schuf Paul Vacher auch zwei Düfte für Jean Dessès: „Celui“ und „Kalispera“ (1962). Außerdem kreierte er für Le Galion: „Cologne Extra Vieille“ (1967), „Galion d’Or“ und „Vétyver“ (beide 1968) und „L’Eau Noble“ (1972).


1975–1980

Als Paul Vacher 1975 plötzlich verstarb wurde seine Tochter Dominique De Urresti, die bei ihrem Vater gelernt und mit ihm seit einem Jahrzehnt zusammengearbeitet hatte, die „Nase“ des Hauses. 1978 kreierte sie „Mégara“ als Hommage an ihren Vater.

1980 wurde Le Galion an einen amerikanischen Konzern verkauft. Wegen schlechter Geschäftsführung war das Unternehmen schnell am Ende. Damit verschwand auch das französische Image mit seinen Parfums, das Selbstverständnis von Eleganz und Qualität.


2014

Mehr als 30 Jahre später ist nun das Parfumhaus Le Galion wie der Phönix aus der Asche wiederauferstanden. Die ursprünglichen, außergewöhnlichen, wilden und feinen Düfte sind wieder da – diese kostbaren, luxuriösen und raffinierten Kreationen.
© Aus Liebe zum Duft (hb)

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