Parfums de Rosine - Diabolo Rose

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Robert, François

Parfums de Rosine - Diabolo Rose

Der Frühlingsduft „Diabolo Rose“ von Les Parfums de Rosine ist eine fröhliche Kombination aus Rose und Minze.

Zu den Centifolia-Rosen, den Hundertblättrigen, gehören auch sehr alte Rosen mit kleinen Blütenköpfen, die aber ungeachtet ihrer Größe einen intensiven und bezaubernden Duft verströmen. So auch die Moosrose. Einzigartig macht sie sich ganz sanft mit grünen Kelchblättern von ihrer „plüschigen“ Seite bemerkbar, die Zartheit, Köstlichkeit, Unwissenheit zu flüstern scheint. Gerade erst erblüht, behält sie das Aussehen einer Rosenknospe und wenn man sie reibt, verströmt sie einen zarten Duft von Harzen und Tomatenblättern.

Es gibt zahlreiche Minzen, und sie alle besitzen die Frische und Transparenz von kaltem Wasser. Sie sind zumeist pikant, stimulierend und extrem belebend. Die Pfefferminze ist durch ihren hohen Zuckeranteil einmalig. Dadurch ist sie gewissermaßen eine gezähmte Minze, denn sie hat die Bitterkeit der wilden Minze verloren, aber deren kühle Frische bewahrt. Dank dieser außergewöhnlichen und geschätzten Eigenschaft vereinen sich in „Diabolo Rose“ Minze und Rose ganz vortrefflich.

Die kostbare und fast kindliche Rose steht zusammen mit der Minze geradezu für den Sommer selbst und damit auch für Jugend und Frische.

Les Parfums de Rosine – ein Stück Kulturgeschichte
Die Boutique mit ihren Wandmalereien und dezenten Dekorationsobjekten ist winzig, gehalten in den Farben Fuchsia, Schwarz, Gold und Cremeweiß. „Eine Hommage an den Couturier Paul Poiret“, erklärt die Inhaberin und Parfum-Expertin Marie-Hélène Rogeon. 15 Jahre lang lancierte sie für große Marken Düfte, bevor sie sich mit der eigenen Duftboutique im Pariser Palais Royal selbstständig machte. Ihr Ziel war es, die in Vergessenheit geratenen Parfums Paul Poirets auf ihre persönliche Art neu zu veröffentlichen.

Poiret, Sohn eines Tuchhändlers, war zu Beginn des Jahrhunderts der begehrteste Couturier in Paris. Die berühmtesten Frauen der Zeit, wie Sarah Bernhardt und Isadora Duncan, waren seine Kundinnen. Poiret befreite die Frauen vom Korsett und verwendete als erster bedruckte Stoffe in der Haute Couture. Er gilt ebenso als Erfinder der Frauenhosen, und zudem soll er seinen eleganten Käuferinnen als Erster zu Kurzhaarschnitten geraten haben. 1913 erzielte er mit seiner Mode einen wahren Umsatzrekord und verdiente damit ein Vermögen, aber gab zwei aus.

Später versuchte er sich als Maler und als Schauspieler, ging sogar mit Colette auf Frankreich-Tournee und starb schließlich 1944 völlig verarmt. Sein einst großer Name war schon damals so gut wie vergessen.

Doch eine Spur seines Schaffens ist erhalten geblieben: in der Parfumsammlung von Marie-Hélène Rogeons Familie, einem Parfumeur-Clan. Marie-Hélènes Großeltern hatten ja schließlich die Parfums für Paul Poiret produziert. Poiret war der erste Couturier, der neben Accessoires und Dekorationsobjekten auch eigene Parfums lancierte. 1911 kam sein erstes Parfum, „Rosine“, auf den Markt, benannt nach seiner Tochter, die bereits im Kindesalter verstorben war.

Über dreißig Düfte hatte er insgesamt herstellen lassen. Die Flakons dafür ließ er in seiner eigenen Design-Schule entwerfen. Mit dem Erlös wollte er Steuerschulden bezahlen, die sich schon zu seiner Glanzzeit angehäuft hatten. Bereits in den Dreißigerjahren waren die Poiret-Parfums aber wieder fast vollständig vom Markt verschwunden. „Seine Duftkreationen waren nie bekannt als Parfums de Paul Poiret, sondern immer als Les Parfums de Rosine“, weiß Marie-Hélène Rogeon zu berichten. Deswegen werden sie heute unter diesem Namen auch angeboten, ein Stück Kulturgeschichte, das vor dem Vergessen bewahrt wurde.

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