Penhaligon's - Uncompromising Sohan

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Rose, Rosa Pfeffer
Vetiver

Penhaligon's - Uncompromising Sohan

Er ist ehrgeizig, intelligent und clever. Sohan hat sich mit Fleiß und Talent eine einflussreiche Position auf dem internationalen Parkett erarbeitet. Seine britischen Freunde finden solche Dinge zwar höchst mühselig, aber er hat schon früh verstanden, dass Handel Wohlstand mit sich bringt und schließlich ist doch jeder käuflich, oder?

Visionär (und ehrlich gesagt mittlerweile auch sehr wohlhabend), war Sohan – wie man so sagt – zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sein beträchtliches Vermögen hat er mit dem Handel höchst seltener und teurer Edelsteine und mit Seide aufgebaut. Seine Geschäftsbeziehungen sind mittlerweile alle auf einem freundschaftlichen Niveau und Lord George und Lady Blanche sind immer höchst erfreut, einen so kultivierten Gast zu empfangen. Als guter Gast kommt Sohan nie mit leeren Händen. Nach reiflicher Überlegung hat er dieses Mal ein ganz besonderes Investment mitgebracht: seine Schwester Yasmine.

Sein Duft
Natürlich nimmt man an, dass dieses Parfum besonders exotisch ist. Überraschungen funktionieren immer gut, wenn sie etwas mit dem Unbekannten zu tun haben. Und dieser Duft hat eine ganz besondere Rosennote. Es ist eine eher unbekannte, seltene Rose, wie sie in Alexandria, dem ägyptischen Handelshafen gefunden werden kann. Diese Rose ist anders. Sie ist männlich, hat überdimensionierte Dornen und strahlt eine beruhigende Kraft aus. Sie kennt keine Schüchternheit (rosa Pfeffer) und hat einen fröhlichen Auftakt (Vetiver). Sandelholz verleiht ihr Zärtlichkeit und Safran erinnert uns an daran, dass Liebe heiß sein kann.

Und wie jedes Oud hat auch dieser Duft etwas Animalisches, Tiefgründiges, Starkes.

Portraits - Chapter Three
Dies ist die Geschichte eines Barbiers aus Cornwall, der nach London reiste und in der Straße mit den schönsten Ateliers der Stadt ein Geschäft eröffnete. Die Rede ist von William Penhaligon. Die Rede ist von dem Mann, dem der Royal Warrant verliehen wurde und der schon dem Schah von Persien den Bart stutzte.

Zu jener Zeit regierte Queen Victoria, kamen Desinfektionsmittel zum ersten Mal zum Einsatz – und Knöchel hatten noch etwas Aufreizendes. Diese Geschichte spielt in dem Jahrzehnt nach dem Attentat auf Abraham Lincoln, der Eröffnung des Sueskanals und der Gründung der Londoner Feuerwehr. Zur gleichen Zeit etwa wurden Charles Dickens’ „Great Expectations“, „Alice im Wunderland“, „Krieg und Frieden“ und „Das Kapital“ geschrieben. Es ist 1870. Empire und Porträtmalerei sind an der Tagesordnung. (Jedenfalls die meiste Zeit.)

Das alles ist die Wahrheit.

Ungefähr zur gleichen Zeit, obwohl eigentlich keiner genau weiß wann; irgendwo in der englischen Countryside, umringt von majestätischen Eichen, geht die Sonne über einem herrschaftlichen Landsitz auf, der so alt ist wie das Land selbst. (Jedenfalls ungefähr.)

An diesem Morgen machen sich gerade drei Hausangestellte eifrig an ihre Arbeit. Sie öffnen die Vorhänge, lassen Bäder ein, schlagen Teppiche aus und heizen die Öfen an. Alles, um das morgendliche Zusammentreffen der Familie, der sie dienen, vorzubereiten. Die Vorbereitungen für das Frühstück sind nicht aufwendiger als für die der anderen Mahlzeiten des Tages. Doch die Zeit, die ab der Dämmerung für alle Arbeiten bleibt, ist einfach unzureichend. Die Anspannung ist enorm.

Lord George und seine Familie begrüßen sich herzlich und überschwänglich am Morgen. Große Freude beim ersten Zusammentreffen des Tages. Sind das gute Manieren oder steckt da mehr dahinter? Was verbirgt sich wirklich hinter dem vorzüglichen Benehmen der britischen Aristokraten? Vielleicht ist es an der Zeit, genau das herauszufinden.

Nicht alle der hier vorgestellten Charaktere sitzen übrigens pünktlich am Frühstückstisch. Manche von ihnen verspäten sich, weil die Affären der Nacht sie aufgehalten haben … andere sollten lieber gar nicht erst bei diesem formellen Frühstück erscheinen. Das wäre doch wirklich sehr unangemessen.

Übrigens: Nichts von dem ist wahr. Aber auch, wenn die Charaktere Fiktion sind, so ist ihre Relevanz nicht weit hergeholt. Und ihr Duft, das Parfum ihrer Charaktere erhellt die Räume.
© Aus Liebe zum Duft (hb)

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