Serge Lutens - Collection Noire - Fils de joie

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Serge Lutens

Serge Lutens - Collection Noire - Fils de joie

„Das Lachen wartet auf einen Satz, ein Wort, eine Situation, bevor es sich zeigt. Es kann ausbrechen oder hinter vorgehaltener Hand ersticken, aber wenn es echt ist, lässt es sich nicht zurückhalten. Auf der Haut ist dieser Duft ein Schattenkind, das paradoxerweise Licht verbreitet!

Dieses Leben hat mich nicht geliebt und ich hasse es. Hassen ist auch eine Form der Existenz. Es verhindert das Vergessen, das eigentlich vorgesehen ist. Der Name ‚Fils de joie‘ (Sohn der Freude) zwingt zum Lachen. Nicht abgehackt wie bei den vornehmen Leuten, sodass eine Distanz entsteht, sondern grundlos wie bei den Desillusionierten. Wie bei denen, die ihre Freude und ihre Wimperntusche in Tränen ertränken. So wie Reine lachte, die Wirtin (und dem Namen nach die Königin) des Cafés Plantis am Place du Vieux Marché aux Chevaux in Lille. Sie trank nicht, war aber ständig berauscht. Man sah immer nur die Hälfte von ihr. Hinter der Theke trocknete sie Gläser ab und sortierte Flaschen. Wenn sie dahinter hervortrat, war man ebenso wie sie selbst überrascht, dass sie überhaupt Beine besaß. Ihr Lachen kam aus tiefstem Hals. Über solche Stimmen sagt man, sie seien gebrochen, kehlig, aber in Wirklichkeit knistern sie wie Stimmen von einer Schallplatte, die vom vielen Abspielen ganz zerkratzt ist. Ihre Stimme war in einer Vergangenheit gefangen, die sie gerne ausgespuckt hätte und die in ihrem Lachen immer mitschwang. Ihre Heiterkeit war nicht aufgesetzt, aber ohne jede Illusion. Jedes Selbst war ihr letztes. Ich vergaß zu erwähnen, dass sie im ersten Stock zwei Zimmer stundenweise an weibliche Stammgäste vermietete, damit diese am Monatsende über die Runden kommen konnten. In Reines Reich saugte ein Junge, ihr Höfling, all das in sich auf. Dieser Sohn der Freude, dieser ‚fils de joie‘ unter dem rauchigen Himmel eines Fréhel-Chansons, das war ich!“ — Serge Lutens

Wichtigste Duftnoten
Inspiriert von der marokkanischen Pflanze Meskellil, deren kleine weiße Blüten nachts einen betörenden Duft verströmen, akzentuiert Serge Lutens mit dieser Komposition den Aspekt der Verführung. Mit einer Kombination aus Jasmin, Ylang-Ylang, und Moschus.

Dufteindrücke
Leuchtend, intim, nächtlich. Diese nächtlich-sinnliche Kreation stürzt uns in die Trunkenheit des Lachens. Eine seltene, intime und doch sehr präsente Facette von Serge Lutens. Von der Kindheitserinnerung an die surreale Atmosphäre einer Bar in Nordfrankreich ist etwas Berauschendes mit einem Beigeschmack von Desillusion übriggeblieben. Laute, heisere Stimmen und ein „Zubrot im ersten Stock“, ein trunkenes, heiteres und verruchtes Leben, all das verdichtet sich in Mesk-ellil, dem Nachtjasmin.
© Aus Liebe zum Duft (hb)

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