Serge Lutens - La fille de Berlin

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Rose, Pfeffer

Serge Lutens - La fille de Berlin

„Sie ist eine Rose mit Dornen, leg dich nicht mit ihr an! Sie ist eine Frau, die zu Extremen neigt. Sie kann in einem Moment sanftmütig sein – wenn sie will … doch schon im nächsten Augenblick präsentiert sie ihre wilde und schockierende Seite.“ Serge Lutens

Diese Rose ist eine reine Erfindung. Sie ist äußerst dornig, wild und würzig. Sehr pudrig, ein wenig pfeffrig und lang anhaltend. Ein komplexer Duft, der nichts Eindimensionales aufweist.

Eine üppige Blume, entstanden aus Blut, Nacht, Schnee, Angst und Ehre. Eine atemberaubende Rose. Ihre Gewalt ist ihre Schönheit.

Serge Lutens
Bei den Duftkreationen von Serge Lutens handelt es sich um Düfte, die von Damen und Herren getragen werden können. Sie sind alle miteinander kombinierbar. Damit sich der Duft optimal entfalten kann, empfehlen wir folgende Hinweise zu beachten:

Anwendung
Einige Körperstellen sind aufgrund ihrer guten Durchblutung besonders dafür geeignet, Düfte aufzunehmen, z. B. die Innenseiten der Handgelenke, die Kniekehlen oder Armbeugen.  Besonders zu empfehlen ist die Anwendung direkt nach einer warmen Dusche, da dann der Duft gut aufgenommen werden kann und auch länger anhält. Damit die empfindlichen Duftmoleküle beim Auftragen nicht zerstört werden, verreiben Sie den Duft bitte nicht, sondern tupfen sie ihn vorsichtig auf. Um Verfärbungen auf der Kleidung zu vermeiden, sollte das Parfum nie direkt auf die Kleidung aufgetragen werden. Bitte achten Sie darauf, das Parfum nicht auf Partien aufzutragen, die der Sonne ausgesetzt sind. Durch Sonneneinstrahlung können eventuell Hautverfärbungen entstehen.
© Aus Liebe zum Duft (p/hb)

Mehr Informationen

Serge Lutens wird in den Kriegsjahren, am 14. März 1942, im nordfranzösischen Lille geboren. Die Trennung von seiner Mutter, als er gerade ein paar Wochen alt ist, prägt sich tief in sein Bewusstsein ein und wird zu einem fundamentalen Gefühl der Verlassenheit. Ständig zwischen zwei Familien hin- und hergerissen geht er auf Distanz zur Welt und gibt sich seiner Fantasie hin. So steht er in der École Montesquieu nicht ganz zu Unrecht in dem Ruf, ein Träumer zu sein … er folgt dem Unterricht nicht und schottet sich ab. Dabei erkennen seine Lehrer durchaus sein erzählerisches Talent.

Gegen seinen Willen – er wäre lieber Schauspieler geworden – beginnt er 1956 im Alter von 14 Jahren in einem Friseursalon seiner Heimatstadt eine Lehre. Zwei Jahre später treten bereits die Grundzüge seines femininen Stils hervor, die diesen auch später prägen sollten: auffällig geschminkte Augen, eine ätherisch wirkende blasse Haut und runde Köpfe mit kurz geschnittenen, eng am Kopf anliegenden Haaren. Ein weiteres seiner Markenzeichen ist die „Farbe“ Schwarz, die ihn von nun an fortwährend begleitet. Sein ästhetisches Empfinden und seine Vorlieben zeigen sich auch immer deutlicher in den Fotografien, die er von seinen Freundinnen macht.

Im Alter von 18 Jahren wird er für den Dienst im Algerienkrieg einberufen, jedoch für untauglich befunden. Dies ist ein wichtiger Einschnitt in seinem Leben, letztendlich der Auslöser für seine Entscheidung, Lille zu verlassen, um nach Paris zu gehen. Das geschieht im Jahr 1962.

Serge Lutens, der die Schattenseiten und Nöte seiner frühen Pariser Jahre durchlebt, kontaktiert mit Hilfe seiner Freundin Madeleine Levy das Magazin Vogue – bei sich hat er großformatige Fotoaufnahmen von seinen Freundinnen. Diese Zeitschrift verkörpert in seinen Augen die Schönheit schlechthin – eine fast heilige Institution, der er huldigt. Drei Tage später arbeitet er an der Weihnachtsausgabe der Zeitschrift.

Mit seiner neuen Vision von Make-up, Schmuckdesign und außergewöhnlichen Accessoires wird Serge Lutens schon bald zur Leitfigur. Modemagazine wie Elle, Jardin des Modes und Harper's Bazaar wenden sich immer wieder an ihn. So arbeitet er mit den größten Fotografen der Zeit zusammen. Dabei reift auch seine eigene fotografische Arbeit. In diesen Jahren etablierte er sich vollständig. 1967 wendet sich Christian Dior an ihn, der kurz davor steht, seine eigene Make-up-Linie herauszubringen. Für das Haus Dior entwirft Lutens in der Folge Farben, Stil und die Bildsprache. In der Fotografie schließlich vereinen sich die Elemente seiner Vision zu einem großen Ganzen.

Zu Beginn der 70er Jahre verleiht die berühmte Chefredakteurin der US-Vogue, Diana Vreeland, ihrer Begeisterung Ausdruck: „Serge Lutens, Revolution of Make-up!“ Der Erfolg ist enorm. Serge Lutens wird für eine ganze Generation zum Symbol einer neuen Freiheit durch Make-up. 1974 dreht er als Ausdruck seiner Leidenschaft für die Filmwelt und ihre legendären Schauspielerinnen den Kurzfilm: „Les Stars“.

In dieser Zeit reist er viel, entdeckt für sich zunächst Marokko, später Japan. Diese beiden Länder mit ihrer vielfältigen und doch sehr verschiedenen Kultur fügen sich in ihm zu einem Ganzen, schärfen seine Wahrnehmung und bereichern seine Gefühlswelt.

Einige Jahre später, 1980, beginnt er seine Zusammenarbeit mit Shiseido, was es der damals noch international nahezu unbekannten japanischen Kosmetik-Marke ermöglicht, eine so kraftvolle visuelle Identität zu etablieren, sodass der Konzern in den 80er und 90er Jahren weltweit zu einem der wichtigsten Marktakteure wird. Für die gleiche Marke komponiert er 1982 mit „Nombre Noir“ sein erstes Parfum, geschmückt mit brillantem Schwarz auf mattem Schwarz, was die später allgegenwärtigen ästhetischen Codes der 90er Jahre vorwegnimmt. Dieses erste Parfum steht für die 80er Jahre, doch erst der Duft „Féminité du bois“ und die Gestaltung seiner Salons du Palais Royal 1992 mit ihrem märchenhaften Interieur stehen für die erste olfaktorische Revolution im Parfumbereich. Es folgen Düfte wie „Ambre sultan“, „Tubéreuse criminelle“, „Cuir mauresque“ und viele mehr, die zu Klassikern geworden sind und somit ebenfalls Parfumgeschichte schrieben.

Als logischen nächsten Schritt gründet Serge Lutens im Jahr 2000 die Marke, die heute seinen Namen trägt. Mehr denn je gelingt es ihm hier, seinen kompromisslosen Stil durchzusetzen. Parfums und Make-up („Nécessaire de beauté“) – seine Kreationen auf diesem Gebiet pendeln zwischen einer streng selektiven Verkaufspolitik und dem intimeren Rahmen des Palais Royal – Serge Lutens.

Seine Innovationen auf diesem Gebiet wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mehrere FIFI-Awards der Fragrance Foundation. 2004 entwirft er, auf Einladung der europäischen Kulturhauptstadt Lille, ein olfaktorisches Labyrinth rund um die Düfte seiner Kindheit: Die Installation wird ein generationsübergreifender großer Erfolg. 2007 erhält Serge Lutens mit dem Titel des „Commandeur dans l’ordre des Arts et des Lettres “ eine der bedeutendsten französischen Ehrenauszeichnungen. Zu Beginn der 2010er Jahre vertieft Serge Lutens die Verbindung zwischen Parfum und Literatur und eröffnet eine neue Perspektive, die er selbst Anti-Parfum nennt: „L'Eau Serge Lutens“.
© Aus Liebe zum Duft (p/hb)

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