Eine metaphysische Reise. Ein Spritzer vollmundigen Rums umhüllt einen würzigen Akkord aus Bockshornklee und rauchigem Tabak voller Charakter. Amber und Lakritze kribbeln inmitten von Balsam- und Vanillewirbeln. Der Tabaquero ist der lateinamerikanische Heiler, der die Schmerzen von Körper und Geist mithilfe von Tabak, einer als heilig geltenden Pflanze, erkennt, lindert und heilt. Ein kraftvoller, sinnlicher Duft, der die Sinne durchdringt und den Geist bewegt
„Ich habe mir Tabaquero als eine schamanische Reise vorgestellt. Der Tabak, die Gewürze, der Rauch … Ich suchte nach einem Duft, der spirituell und zugleich zutiefst körperlich ist. Wir befinden uns nicht in einer sanften Meditation, sondern vielmehr in einer intensiven Trance.“
Der dramatische Effekt
Bockshornklee und seine würzige, geröstete, unnachahmliche und unverwechselbare Note. Einer von Anatoles Lieblingsrohstoffen, der, genau wie er selbst, die Dinge stets auf die Spitze treibt. Ein typisches Beispiel: Bei einem Besuch im Musée des Beaux-Arts in Lyon stellte Anatole fest, dass eine Flasche mit Bockshornklee-Essenz in seiner Tasche ausgelaufen war. Der Geruch ist intensiv, unmittelbar und überwältigend; er erinnert an die Sonne und vergangene Zeiten und scheint die Antiquitäten um ihn herum zum Leben zu erwecken.
Inspiriert von diesem glücklichen Zufall notiert er eine grobe Formel in seinem Notizbuch, in der er Bockshornklee mit Inhaltsstoffen mischt, die an Tabak, Rauch und die Urformen der Parfümerie erinnern. Nach einigen Minuten völliger Versunkenheit, als er aus seiner ekstatischen Glückseligkeit erwacht, bemerkt er Sicherheitspersonal, das geschäftig umherläuft und nach der Quelle dieses starken, verbrannten Geruchs sucht. Plötzlich wird ihm klar, dass es sein teuflischer Bockshornklee-Duft ist, der überall herüberweht, diese Panikwelle auslöst und ihn zu einem seltsamen, stark riechenden Verdächtigen macht.
Anatole Lebreton - Tabaquero
- Regulärer Preis
- 130,00 €
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Mehr über Anatole Lebreton
Wie sein Name bereits vermuten lässt, wurde Anatole Lebreton in der Bretagne geboren, auf dem Land, am Meer, wo er von klein auf Epen, Sagen und Legenden geradezu aufsog. Als Erwachsener brachte er sein leidenschaftliches Temperament zuerst auf die Bühne, beim Theater. Dann verließ er diese wieder, um feine Schokolade und seltene Tees zu verkaufen, wodurch er sowohl seinen Geruchs- als auch Geschmackssinn entwickelte und schärfte. Als ein Liebhaber und Sammler alter Parfums begann Anatole in seinem Blog „Schlafende Zibetkatze“ (Civette au Bois Dormant), über sie zu schreiben, um daraufhin die Seiten zu wechseln und selbst Parfums herzustellen. Mit viel Intuition und Mühe bei der Anwendung der Verfahren ließ sich Anatole von seiner Hochachtung für die Geschichte des Parfums leiten sowie durch seinen Drang nach freier und grenzenloser Entfaltung. Nach einigen geheimen Versuchen lancierte er seine gleichnamige Marke im Jahr 2014. Seine Parfums erzählen Geschichten, voller Emotionen und Begeisterung.
Parfums der Freiheit
„Unter den fünf Sinnen ist der Geruchssinn derjenige, der unseren urtümlichen und tierischen Instinkten noch am nächsten liegt. Das Riechen ist etwas Wildes und Freies, ein Zugang zur Welt, um sie zu berühren und von ihr berührt zu werden. In der Kunst des Riechens liegt etwas Rohes, Barbarisches und Ungezähmtes. Aber ohne Parfum fühle ich mich wiederum nackt und schmucklos.
Ich erschaffe Parfums, die Sie einkleiden und zugleich enthüllen, Sie mit dem Urtümlichen und Körperlichen verbinden. Ich liebe es, das Herz schlagen zu spüren, wenn es sich bewegt und erschaudert, durchdrungen von Fantasien und Geheimnissen. Meine Parfums sind wie ich, sie leben. Sie erzählen Geschichten und verlocken dazu fortzureisen, zu den eigenen Wurzeln zurückzukehren, zu den eigenen Empfindungen.
Ich verstehe meine Parfums als Landschaften oder Tagträume. Ein Parfum zu kreieren oder zu tragen, ist wie eine Erkundung und Reise, als Eroberer zugleich erobert zu werden. Ein Parfum aufzulegen bedeutet Vorstellungskraft zu besitzen, wie ein kleines zusätzliches, olfaktorisches ‚je ne sais quoi‘, das den Zauber ins Leben bringt.“ Anatole Lebreton
