Filippo Sorcinelli - Unum - Vulnus

Orientalisch und Gourmand

Ich hatte einen Körper, bevor die Nacht zu regnen begann. Er war ein Haus aus Fleisch mit erleuchteten Fenstern, ein kleiner Tempel, in dem die Seele ihre Stirn an die Haut legte. Dann drang jemand in mein heiligstes Dunkel ein und brach das Brot meines Lichts.

Sie kamen mit Steinen, geworfen von unsichtbaren Händen, mit Urteilen, die im Dunkeln gefällt wurden, und mit dem Hass jener, die aus der Ferne verletzen und anderen die Last des Blutes überlassen. Die blauen Flecken vergingen durch die Gnade der Farbe. Die Bisse wichen von der Haut mit dem müden Gang bereits gesättigter Tiere.

Seitdem weiß ich, dass der eigene Körper zu einem fremden Zimmer werden kann, zu einem Bett voller Nägel, zu einer Rose, die im falschen Monat vom Frost verschlossen wird. Ich habe gelernt, dass ein Wort einen blauen Fleck hinterlassen kann, ein Satz eine Narbe und Spott noch lange weiter an einem nagt.

Doch in meinem Inneren blieb ein Kirchenschiff aus Schatten, verborgen in einer verwundeten Kirche. Die Haut kennt die Angst vor dem Mund, vor dem Gedanken, vor der Vergebung. Sie kennt den Geruch der Furcht: jenes kalte Eisen, das in den Geist eindringt und dort sitzen bleibt wie ein kranker König. Sie kennt das Gift einer Stimme, den Schlag eines Satzes, die Klinge fremden Gelächters und den Biss des Namenlosen, der mit Schmutz wirft und seinen eigenen Hunger Wahrheit nennt.

Ich trug das Schweigen auf meinen Schultern wie einen schwarzen Mantel. Die Menschen sahen mein Gesicht und sagten: „Du bist gerettet.“ Doch manchmal ist Rettung nichts weiter als eine verschlossene Tür, hinter der das Zimmer noch immer brennt.

Dann kam der Duft. Er kam lautlos, wie manche Gnade erst nach der Verwüstung kommt. Er drang in die Wunde ein, mit Händen aus Luft, mit Blut aus Licht und einer dunklen Geduld. Er sagte zu mir: „Deine Haut gehört dir.“ Er sagte: „Deine Seele trägt noch immer einen Namen.“

Und so erhob ich mich, angetan mit Eisen, Rauch, Leder, Asche, verbrannter Rose und jenem bitteren Harz, das nur denen Trost spendet, die durch das Feuer gegangen sind. Ich erhob mich mit der schwarzen Tinte der Worte, die man mir gegeben hatte und die nun zum Siegel auf meiner Haut geworden waren. Ich erhob mich mit den Steinen, die ich einen nach dem anderen aufgelesen und zu einer Krone geschmolzen hatte.
Vulnus. So nannte ich meine Wunde, als sie aufhörte, Schande zu sein, und zu Kraft wurde. So nannte ich meinen Namen, als er sich mit schärferem Licht aus dem Schlamm erhob. So nannte ich meinen Körper, als er mit seiner ganzen Kraft seinen Platz in der Welt zurückforderte.

So nannte ich die Schönheit, die aus meinem Abgrund geboren wurde: eine flüssige Rüstung, ein unbändiges Licht, ein Duft, der aus der Asche steigt und der Welt sagt: „Ich gehöre mir. Noch immer gehöre ich mir.“

Ich habe Blut verloren, doch Gold gefunden. Ich habe den Schatten kennengelernt, doch nun herrsche ich über meine eigene Nacht.

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Inhalt brennbar, Ausschließlich zur äußeren Anwendung. Halten Sie das Produkt fern von Kindern. Halten Sie das Produkt fern von offenem Feuer und Hitze. Nicht in die Augen sprühen! Bei Haut- oder Atemwegsirritation holen Sie ärztlichen Rat ein.

Auszeichnung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008

Signalwort: Achtung

H226 - Flüssigkeit und Dampf entzündbar. H302 - Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. H317 - Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H335 - Kann die Atemwege reizen.

P210 - Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellenarten fernhalten. Nicht rauchen. P211 - Nicht gegen offene Flamme oder andere Zündquelle sprühen. P301 - Bei Verschlucken und Unwohlsein ärztlichen Rat einholen / ärztliche Hilfe hinzuziehen.

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INCI

Hier finden Sie alle enthaltenen Inhaltsstoffe.

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Alcohol denat., Parfum (fragrance), Hexamethylindanopyran, Pogostemon Cablin Oil, Amyl Salicylate, alph-Isomethyl ionone, Beta-Caryophyllene, Juniperus Virginiana Oil, Limonene, Cinnamomum Zeylanicum Bark Oil, Cinnamal, Evernia prunastri extract, Camphor, Benzyl Benzoate, Linalool, Eugenol, Pinene, Terpineol, Jasmine Oil/Extract, Terpinolene, Benzyl Alcohol, Alpha-Terpinene.

Mehr über Filippo Sorcinelli

Filippo Sorcinelli steht als Lifestyle-Marke für die Verschmelzung verschiedener Kunstformen. Im Jahr 2014 entstand als Hommage an das Atelier LAVS der erste Duft der Unum-Kollektion, eine Art olfaktorische Schneiderkunst. Es folgten weitere Parfums, die den Leidenschaften ihres Schöpfers gewidmet sind: gotische Kunst, Musik, Fotografie … und der Nebel.

 

Das Streben nach Schönheit

Filippo Sorcinelli steht nicht nur für exklusive Nischendüfte. Die Projekte des Hauses sind breit gefächert: Kunst, Events, Mode, Design – eingebettet in ein Lifestyle-Konzept, das die verschiedensten Facetten der modernen Welt mit ungewöhnlichen Formen und Materialien durchdringt. Eine Reise durch Spiritualität und Harmonie, getragen von der mutigen und unermüdlichen Suche nach Schönheit.

 

LAVS 

Im Jahr 2001 gründete Filippo Sorcinelli das Atelier LAVS (Atelier Vestri Sacre), das sich dem Entwurf und der Herstellung liturgischer Gewänder, Ausstattungen und Accessoires widmet. In nur wenigen Jahren entwickelte sich LAVS zu einer führenden Institution in Italien und darüber hinaus. Das Atelier arbeitet eng mit dem Amt für die Liturgischen Feiern des Papstes zusammen und wurde international bekannt, unter anderem durch die Gestaltung zahlreicher Gewänder für Papst Benedikt XVI. sowie für die Messe zum Amtsantritt von Papst Franziskus im Jahr 2013.

 

Ein Soundtrack fürs Leben

„Ich habe mit der Musik angefangen – sie war meine erste Inspirationsquelle.“ Filippo Sorcinelli ist vor allem Musiker. Für ihn haben Noten keine feste Form: Er findet sie im Holz, im Metall – das Material spielt keine Rolle. Es geht darum, Gefühle zu übermitteln und Schönheit auszudrücken. Die Orgel, seine große Leidenschaft, ist der wahre Soundtrack seines Lebens. „Heute kann ich sagen, dass die Orgel immer ein Teil von mir war. Seit meiner Kindheit ist sie eine wunderbare Begleiterin. Ohne ihren Klang kann ich nicht leben. Sie ist die Essenz all meiner Suche – ein energetisches Zentrum, um das sich meine Welt dreht. Kein anderes Instrument vermag es, so tief in die menschliche Seele vorzudringen, und das mit einer einzigartigen, körperlich-emotionalen Intensität. Die Orgel ist ein Teil von mir, auch im Schweigen. Ich nähre mich von ihr, als wäre sie die Quelle jeder Kunst und jeder Wissenschaft, ein geheimnisvolles, grenzenloses Wesen, das ich mit großer Feinfühligkeit wahrnehme.“

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